Warum sind Mitarbeiter trotz unterschriebenem Arbeitsvertrag noch ansprechbar?

Warum sind Mitarbeiter trotz unterschriebenem Arbeitsvertrag noch ansprechbar?

Was ist da denn los? Du hast einen neuen Arbeitsvertrag unterschrieben und hältst trotzdem noch Augen und Ohren offen, sprichst weiterhin mit Headhuntern und Recruitern? Kann es sein, dass du dich nicht 100%ig entscheiden willst oder was treibt dich an, so zu agieren?

Neuer Arbeitgeber. Alles top – oder?

Wer sich für einen neuen Arbeitgeber und somit auch für eine neue Aufgabe entscheidet, macht das üblicherweise aus freien Stücken und hat sich diesen Schritt doch wohl überlegt. Zumindest ist das anzunehmen, oder? Es gibt wenige Menschen, die einfach so den Job wechseln. Die meisten denken intensiv über diesen Schritt nach und wägen die Vor- und Nachteile gut ab. Es handelt sich in den meisten Fällen schließlich um die zweitwichtigste Entscheidung ihres Lebens.

Sobald sich dann nach längerem Hin und Her der neue Arbeitgeber und sein zukünftiger Mitarbeiter auf einen Arbeitsvertrag geeinigt haben, müssten doch prinzipiell alle happy sein.

Doch in der Realität werden nicht selten Arbeitsstellen nicht angetreten, nach wenigen Arbeitstagen wieder gekündigt und sowieso parallel weiterhin Ausschau nach weiteren Optionen gehalten. In solchen Fällen frage ich die Kandidaten nach ihren Beweggründen und bekomme immer dieselbe Antwort:

„Es könnte ja noch etwas Besseres kommen, ich will mir keine Chance entgehen lassen.“

Oh je, denke ich mir ehrlich gesagt. Doch lass uns hier kurz genauer hinschauen, warum das so ist. Kann es sein, dass du

  • deiner Entscheidung und somit dem neuen Ist-Zustand wenig Wertschätzung entgegenbringst?
  • auf der Suche nach weiterer Selbstbestätigung bist?
  • oder Grenzen austesten willst?

Wie siehst du das? Was könnten weitere Beweggründe sein?

Fakt ist, man muss schon hinterfragen, wo das noch hinführen soll. Fehlt uns wirklich der Mut, eine klare Entscheidung zu treffen und auch deren Konsequenzen zu tragen?