So stellst du sicher, dass ein Headhunter deine Unterlagen nicht streut

So stellst du sicher, dass ein Headhunter deine Unterlagen nicht streut

  • Vertrauen
  • Der Riegel

Ich höre immer wieder von Kandidaten, dass Headhunter, mit denen sie in Kontakt standen,  einfach ihre Unterlagen wild und ohne Freigabe an diverse Firmen geschickt haben – eine absolute Frechheit! Doch du kannst deinen Teil dazu beitragen, dass dies nicht vorkommt. Wie erfährst du hier:

Vertrauen

Ein leidiges Thema, das allerdings völlig überflüssig wird, wenn du ausschließlich mit Menschen zusammenarbeitest, denen du vertraust. Ich spreche wie oben angedeutet von Headhuntern, die ohne deine Freigabe und somit auch ohne dein Wissen deine Unterlagen an x Firmen verteilen. Doch um ehrlich zu sein, wieso gibst du deine Unterlagen an z.B. englischsprachige Kollegen oder auch große Agenturen, wo du und ich genau wissen, dass sie nur auf deine Unterlagen scharf sind.

Wieso möchtest du dich von Menschen bei potenziellen neuen Arbeitgebern vertreten lassen, mit denen du nicht mal sprichst und denen du letztlich nicht vertraust bzw. vertrauen kannst?

Das verstehe ich nicht! Natürlich kennst du den Headhunter, der dich einfach anruft oder auf Social Media anschreibt, nicht – doch du könntest zumindest in einem ersten Telefonat für dich prüfen, ob du die Person als vertrauenswürdig einschätzt und dich von ihr vertreten lassen möchtest willst - oder ob es nur darum geht, CVs einzusammeln.

Es liegt also schon auch in deiner Verantwortung, wer unter welchen Umständen deine Unterlagen bekommt.

 

Der Riegel

Um einem missbräuchlichen Einsatz deiner Unterlagen einen Riegel vorzuschieben, empfehle ich dir folgende Vorgehensweise:

  1. Hast du ein schlechtes Bauchgefühl beim Telefonat mit dem Headhunter, schicke ihm keine Unterlagen. Es ist einfach!
  2. Wenn du hingegen ein gutes Gefühl hast, agiere bitte wie folgt:
    1. Ergänze deinen CV um ein Deckblatt mit folgendem Wortlaut:

Dein Name @  Firmenname des neuen potenziellen Arbeitgebers

CV und  Bewerbung zum „Stellentitel“

via (Name des Headhunters)

Rahmenbedingungen:

  • Kündigungsfrist
  • Zielgehalt
  • Beschäftigungsart: Festanstellung
  • Reisebereitschaft: z. B. maximal 50%

Was glaubst du – welche Chance hat der Headhunter, diese individuellen Unterlagen an eine andere Firma als die oben erwähnte zu senden? 

In der Tat hast du einen etwas höheren Aufwand, wenn du bei drei Firmen vorgestellt werden willst, da du sie dreimal anpassen musst. Jedoch geht es um dich und deine Unterlagen - der doch überschaubare Aufwand sollte es dir wert sein.

Sollte ich etwas vergessen haben, freue ich mich über eine Ergänzung von dir in den Kommentaren.